Gedenkgottesdienst für einsam Verstorbene

Gedenkgottesdienst für einsam Verstorbene

Gedenkgottesdienst für einsam Verstorbene

Sonntag, 17. Januar 2027, 17:00 - 18:00 Uhr
EKIBH Gemeindehaus / Gemeindesaal, Wachsmuthstraße 25, EG, 13467 Berlin
Pfarrer i.R. Andreas Hertel und Patrick Larscheid; Musik: Monika Schubert

Gedenkgottesdienst für einsam verstorbene Menschen

Hierzu lädt Pfarrer Andreas Hertel von der Evangelischen Kirchengemeinde Berlin-Hermsdorf zusammen mit dem Reinickendorfer Leiter des Gesundheitsamtes und Amtsarzt Patrick Larscheid ein.

„Es ist wichtig, dass auch Menschen, um die sonst niemand trauert, durch die Gedenkfeier einen würdigen Abschied bekommen“, sagt Hertel.

„Ordnungsbehördlich bestattete Menschen werden praktisch namenlos begraben“, fährt der 65-jährige Hertel fort. Um diesem anonymen Bestattungsprozess Menschlichkeit entgegenzusetzen, werden bei der Gedenkveranstaltung die Namen der Toten verlesen, die im Jahr 2026 einsam verstorben sind und auf Veranlassung der Reinickendorfer Ordnungsbehörden bestattet wurden. Außerdem brennt für jeden toten Menschen eine Kerze.

Begleitet wird die Gedenkfeier durch passende Gedichte und einfühlsame Musik.

Im Januar 2019 haben Hertel und Larscheid erstmalig für Berlin auf diese Weise der einsam Verstorbenen gedacht und die Gedenkfeiern seither – mit Ausnahme der Pandemiezeit – jedes Jahr am dritten Sonntag im Januar durchgeführt.

Ein Mensch wird ordnungsbehördlich bestattet, wenn keine Angehörigen vorhanden oder zu ermitteln sind, keine Vorsorge zur Bestattung getroffen wurde und kein anderer für die Bestattung sorgt. Gelingt es den Behörden auch nach der Bestattung nicht, Angehörige des verstorbenen Menschen zu ermitteln, gelten diese Verstorbenen nach amtlicher Definition als einsam Verstorbene.

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